Aus der Gemeinderatssitzung vom 9. Oktober 2017

Dorfwiesenstraße soll ausgebaut werden


Die Dorfwiesenstraße ab Gebäude Nr. 1 bis zur Einmündung Kirchstraße befindet sich in einem schlechten Zustand. Die Straße wurde nie fachgerecht ausgebaut, vielmehr erhielt sie nur einen provisorischen Belag und entspricht keiner beitragsrelevanten Ausbauplanung. Erschwerend kommt der Zustand der Wasserleitung und der Kanalisation hinzu, so dass eine Kompletterneuerung einschließlich Leitungsnetz und Straßenbeleuchtung erforderlich ist. In der Finanzplanung ist ein Ausbau im Jahr 2018 vorgesehen, die Planung im Jahr 2017. Dazu hat der Gemeinderat bereits das Büro mquadrat mit der Ausbauplanung beauftragt. Bevor die Ausbauplanung angegangen wird, musste der Gemeinderat Grundsätze für den Straßenausbau festgelegen.
Dabei zeigte sich jedoch die Aufteilung der Fahrbahn aufgrund der Rahmenbedingungen problematisch. Derzeit wird durch ein Vermessungsbüro noch genau die vorhandene Breite der Straße ermittelt. Nach dem jetzigen Stand beläuft sich die Durchschnittsbreite auf ca. 6,00 m. Zu beachten sind die aktuellen Rahmenbedingungen: Wegen des hohen Schulweg- und Kindergartenwegaufkommens ist die Straße bisher als Anliegerstraße ausgewiesen. Leider wird dieses Stück der Dorfwiesenstraße häufig als Abkürzung zur Seestraße bzw. zur Kirchstraße von den Anliegern genutzt, auch während den Morgen- und Mittagsstunden, in denen der Schülerverkehr am größten ist. Die Kontrollen durch den GVD sind rechtlich nicht zulässig und die Polizei sieht nur ganz selten Kontrollen vor. Die Gemeindeverwaltung wurde aktuell zum Schuljahresbeginn von besorgten Eltern auf die Schwachstellen der Schulwege hingewiesen. Ansonsten befindet sich entlang der Straße nur eine überschaubare Zahl von Anliegern.
In seinen Vorschlägen hat das Büro mquadrat vier Varianten entwickelt, die aufgrund der vorhandenen Straßenbreite möglich sind. Der Gemeinderat sprach sich in der letzten Sitzung für einen 1,50 m breiten Gehweg aus. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde auch eine Einbahnstraßenregelung angeregt. Diese Variante soll mit der zuständigen Verkehrsschau des Landratsamts diskutiert werden.
Auf Grund der Vorgaben wird nun das beauftragte Planungsbüro die Straßenplanung weiter entwickeln, dabei werden rechtzeitig auch die Anlieger eingeschaltet.

Behindertenparkplätze an der Dorfwiesenhalle


In der Dorfwiesenhalle finden regelmäßig Veranstaltungen mit großem Besucheraufkommen statt. Auf dem Parkplatz der Dorfwiesenhalle sind jedoch keine behindertengerechte Stellplätze vorhanden. Gehbehinderte Personen oder Rollstuhlfahrer haben somit keine Möglichkeit, in der Nähe des Eingangs zu parken. Auf einem Großteil des Parkplatzes sind zudem Rasengittersteine verlegt, die ein Befahren mit einem Rollstuhl bzw. Rollator fast unmöglich machen.
 
Die Versammlungsstättenverordnung für Baden-Württemberg schreibt verpflichtend die Ausweisung von „Stellplätzen für Menschen mit Mobilitätseinschränkung“ vor, wobei die Verordnung keine genaue Anzahl nennt. Zudem wurde auch aus der Bevölkerung bereits mehrfach bemängelt, dass es dort keine Behindertenparkplätze gebe.
Östlich der Dorfwiesenhalle befindet sich ein Holzverschlag, der bislang als Abstellfläche für Mülleimer genutzt wird. Zudem befinden sich dort Metallboxen, in denen die Gasflaschen für die frühere Versorgung des Gasherds in der Hallenküche untergebracht waren. Der Gasherd der Hallenküche wurde jedoch im Laufe des Jahres auf Erdgas umgestellt, so dass diese Gasflaschen bzw. Metallboxen nicht mehr benötigt werden. Der bestehende Holzverschlag ist zudem sehr baufällig und muss erneuert bzw. abgebaut werden. Auch die danebenliegenden Fahrradabstellplätze sollten neu angelegt werden. Der Standort des baufälligen Holzverschlags befindet sich nahe dem Halleneingang. Da die Abstellmöglichkeit in dieser Form nicht mehr benötigt wird und das Gelände neu angelegt werden muss, ist dieser Standort daher ideal für die Errichtung von behindertengerechten Stellplätzen geeignet. Als Ersatz ist in der Grünfläche südöstlich der Dorfwiesenhalle eine abschließbare Box für zwei Mülleimer vorgesehen. Behindertengerechte Stellplätze benötigen mehr Platz als „normale“ Parkplätze, bei dieser Lösung müssten jedoch nur zwei bestehende Stellplätze umgewandelt werden. Die Anzahl der Stellplätze bliebe somit gleich. Der Gemeinde stimmte der Lösung zu.

Vollsperrung der Bundesstraße im November


Bürgermeister Paul Schmid informierte den Gemeinderat über die geplante Vollsperrung der Bundesstraße B 297 zwischen Schlierbach und Kirchheim im November. Die Baustrecke beträgt ca. 4 km und wird in sogenannter "Kompaktbauweise" unter Vollsperrung hergestellt. Bei einer Kompaktbauweise werden Binder und Decke gleichzeitig eingebaut. Der Bau erfolgt in zwei Abschnitten jeweils ca. 2 km lang an zwei verlängerten Wochenenden. Nach den aktuellen Überlegungen der Straßenbauverwaltung beginnen die Bauarbeiten mit der Vollsperrung am Donnerstag, den 16. November 2017 um 22.00 Uhr bis Montag, 20. November 2017 um 5.00 Uhr. Dann soll die Strecke wieder geöffnet werden, bis zum Beginn des zweiten Abschnitts am Donnerstag, den 23. November 2017 um 22.00 Uhr und einem Abschluss am Montag, den 27. November 2017 um 5.00 Uhr.
Nach den Arbeitsschutzrichtlinien darf die Maßnahme nur noch unter Vollsperrung durchgeführt werden, dies führt für die Verkehrsteilnehmer zu erheblichen Einschränkungen. Geplant ist, die Umleitung über Roßwälden, Hochdorf und Notzingen. Besonders problematisch ist die Vollsperrung für den öffentlichen Nahverkehr. Dazu müssen noch Ersatzfahrpläne für die Strecke zwischen Göppingen und Kirchheim erstellt werden. Allerdings konnte die Gemeinde durchsetzen, dass jeweils am Freitag einige Buspaare zumindest morgens und mittags fahren können, damit wenigstens der Schülerverkehr nicht so stark beeinträchtigt wird. Weitere Details über den künftigen öffentlichen Nahverkehr müssen zwischen dem Busunternehmen Schefenacker und dem Landratsamt noch ausgearbeitet werden.
Um die Baustelle zügig abwickeln zu können, sollen die Fräsarbeiten am vorhandenen Belag jeweils noch in der Nacht zum Freitag beginnen und bereits samstags könnte der vollständige Fahrbahnbelag eingebracht werden. Der Sonntag wird noch für Restarbeiten sowie Fahrbahnmarkierungen benötigt. Sobald der Gemeindeverwaltung weitere Informationen vorliegen, wird darüber im Mitteilungsblatt berichtet.