Aus der Gemeinderatssitzung vom 6. November 2017

Wechsel im Gemeinderat: Marleen Weil folgt Carmelo Scaffidi


In der letzten Gemeinderatssitzung verabschiedete Bürgermeister Paul Schmid Herrn Carmelo Scaffidi, der dem Gremium 8 Jahre lang angehörte. Carmelo Scaffidi sei wohl der erste Gemeinderat mit italienischen Wurzeln. Dies sei Beleg, wie gerade italienisch stämmige Einwohner in unserer Gemeinde inzwischen verwurzelt sind. Carmelo Scaffidi selbst stehe noch einem mittelständischen Handwerksbetrieb vor. Mindestens genauso bekannt, so Bürgermeister Schmid, sei er als hervorragender Fußballspieler in den höheren Ligen, der auch aktuell auch noch unseren örtlichen Fußballclub tatkräftig unterstütze. Der ausscheidende Gemeinderat habe in verschiedenen Ausschüssen mitgewirkt, speziell auch im Gemeinsamen Ausschuss der Musikschule. Was Carmelo Scaffidi auszeichne sei seine angenehme Umgangsart und sein sachlicher Umgangston, er werde deshalb auch über seine Fraktion hinaus sehr respektiert. Persönlich bedankte sich Bürgermeister Schmid bei ihm für sein persönliches Engagement und für seine Mitarbeit in diesem Gremium. Sprecher beider Fraktionen schlossen sich dem Dank an.
 
Ein ausgeschiedener Gemeinderat wird durch Nachrücken für den Rest der Amtszeit ersetzt. Es rückt der Bewerber nach, der bei der Feststellung des Wahlergebnisses der letzten Gemeinderatswahl für den Wahlvorschlag des ausgeschiedenen Gemeinderats als nächste Ersatzperson festgestellt wurde. Herr Carmelo Scaffidi war über die Liste der CDU in den Gemeinderat gewählt worden. Auf dem Wahlvorschlag der CDU war bei der Gemeinderatswahl am 25.05.2014 Herr Mario de Rosa, Seestraße 40, mit 757 Stimmen als erste Ersatzperson festgestellt worden. Herr De Rosa rückte bereits am 23.03.2015 für den damals ausgeschiedenen Gemeinderat Waldenmaier nach. Als nächste Ersatzperson wurde Herr Jürgen Kurz, Siemensstraße 16, der bei der Gemeinderatswahl 643 Stimmen erhielt, festgestellt. Herr Kurz hatte jedoch bereits mitgeteilt, dass er aus beruflichen Gründen das Amt nicht annehmen kann. Als nächste Ersatzperson wurde Frau Marleen Weil, Ebersbacher Straße 32, der bei der Gemeinderatswahl 638 Stimmen erhielt, festgestellt. Frau Weil hat die Wahl angenommen und wurde im Rahmen der letzten Sitzung von Bürgermeister Paul Schmid auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten verpflichtet.
 
Frau Marleen Weil wird den ausgeschiedenen Gemeinderat Carmelo Scaffidi auch in den Ausschüssen ersetzen.

Forstwirtschaftlicher Betriebsplan 2018


Revierförster Christoph Reich und Herbert Aichholz, der stellvertretende Leiter des Kreisforstamts Göppingen stellten den Betriebsplan für den Gemeindewald für das Forstwirtschaftsjahr 2018 vor, dem der Gemeinderat einhellig zustimmte.
Revierförster Reich berichtete von stabilen Holzpreisen im Jahr 2017, was zu guten Holzerlösen führte. Sowohl 2016 als auch 2017 musste, bedingt durch Sturm- und Käferholz, mehr Holz eingeschlagen werden als geplant. Deshalb schließt der Betriebsplan 2018 mit einem leicht negativen Ergebnis ab, was aber angesichts der Mehrerlöse aus den beiden Vorjahren vorhersehbar war.
Der Revierleiter informierte weiter, dass das Eschentriebsterben sich fortsetze. Er stellte die düstere Prognose, dass die Esche im Raum Schlierbach nicht überleben werde. Auch der Eichenprozessionsspinner trat im laufenden Jahr wieder verstärkt auf, die im Frühjahr befallenen Bäume hätten sich aber gut erholt. Der Klimawandel wirke sich im Wald weiter aus. In diesem Jahr mussten erstmals überhaupt frisch gepflanzte Kulturen bewässert werden. Deshalb müsse man danach streben, den Wald klimaneutral aufzubauen. Revierförster Reich meinte, auch in Schlierbach seien die Flächen mit Brennholz nicht unendlich, aber auch 2018 könnten Flächen an Kleinselbstwerber abgegeben werden. Ein weiteres Thema war die Forstreform, die sich auch auf die Forstwirtschaft des Gemeindewaldes auswirken wird. Bis 2019 muss aufgrund des laufenden Kartellverfahrens gegen das Land Baden-Württemberg eine andere Forstorganisation auf Kreisebene gefunden werden. Auch dazu bezogen die Vertreter des Forstamts Stellung. Wie das Ergebnis der Reform aussehen wird, werde sich erst im Frühjahr/Sommer 2018 zeigen. Eines stehe jedoch schon jetzt fest: Die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes wird mehr Geld kosten.

Gräberangebot auf dem Schlierbacher Friedhof wird erweitert


Das Thema der Erweiterung von Nutzungsangeboten auf dem Friedhof wurde im Gremium schon mehrfach angesprochen. Auch aus der Bürgerschaft gingen dazu bei der Gemeinde einige Wünsche und Vorstellungen über künftige Nutzungsmöglichkeiten ein. Hinter allen Vorstellungen stand der Wunsch nach einer kostengünstigen und sehr pflegearmen Grabstätte. Oft waren es Personen, die sich Gedanken über ihre eigene künftige Grabstätte gemacht haben. Teilweise gab es auch den Wunsch nach einer Erdbestattung in einem Rasenfeld, bei der die Angehörigen keinen  Pflegeaufwand haben.
Tatsächlich hat sich das Erscheinungsbild des Schlierbacher Friedhofes in den letzten Jahren stark gewandelt. Während Urnenbestattungen bis in die 90er Jahre hinein eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben, verlieren heute Erdbestattungen immer mehr an Bedeutung. Mit dem neu geschaffenen Kolumbarium erhöhte sich dieser Trend. Der Gemeinderat hat vor Jahren schon entsprechend den Nachfragen die Nutzungsmöglichkeiten auf dem Schlierbacher Friedhof ausgedehnt. Zunächst legte die Gemeinde anonymes Urnenrasenfeld an, später erfolgte mit dem Kolumbarium das Angebot mit sogenannter Urnennische. Das Kolumbarium erweiterte die Gemeinde inzwischen aufgrund der Nachfrage.
Letztlich gab es nun noch zwei besondere Wünsche: Als Anregung aus dem Gemeinderat ein Urnenfeld um einen Baum gruppiert, als sogenannter „Friedbaum“, und ein Rasengrab, das von den Angehörigen nicht gepflegt werden muss. Im Vorfeld haben sich Mitglieder des Technischen Ausschusses auf den Friedhöfen in Kirchheim und in Weilheim kundig gemacht und dabei auch einen Erfahrungsbericht über die unterschiedlichen Bestattungsarten eingeholt. Der Gemeinderat beauftragte nun die Verwaltung, die Friedhofssatzung so ändern, dass künftig auch Urnenrasenfelder an einem Baumstandort und Rasengräber ermöglicht werden. Umgesetzt werden kann das geänderte Friedhofskonzept jedoch erst nach einer Neukalkulation der Grabgebühren.