Gaiserstraße 17: Gasthaus Lamm

1817 kaufte der Bäcker Johannes Weigele das Gebäude und erhielt die Konzession für die Gassenwirtschaft. Einer seiner Enkel ist der Bildhauer Johann Karl Heinrich „Henri“ Weigele.
 
Johann Georg Kauderer aus Weilheim an der Teck erwarb 1866 das Gebäude und übernahm die Schankwirtschaft. 1870 konnte er den Betrieb zur Speisewirtschaft ausweiten.
 
1871 heiratete Kauderers Witwe August Hagmann, der 1872 die persönliche Schildwirtschaftsgerechtigkeit zum Lamm erlangte.
 
Sein Nachfolger Christian Kälberer baute 1885 ein Schlachthaus und die Metzgerei ein.

Gaiserstraße 17, Gasthaus zum Lamm mit der Wirtsfamilie Gottlob Gösele und dem Rohrbrunnen (rechts) im Jahr 1911


Das Gebäude wurde beim Bombenangriff vom 9. Dezember 1944 beschädigt und wieder repariert.
 
Nachdem der Betrieb der Wirtschaft nicht mehr profitabel war, wurde sie 1957 eingestellt.
 
Die Metzgerei wurde 1950-1987 durch Wilhelm und Richard Hauser fortgeführt, seit 1988 durch verschiedene Metzgereien sowie einen Bäcker betrieben und 2001 durch die Metzgerei Scheu und Weber übernommen. Außerdem dient es als Wohnhaus.

Gaiserstraße 17 im Jahr 2015