Gaiserstraße 1-9 und 11: Widumhof

Die Gebäude Gaiserstraße 1, 3, 5, 9 und 11 bildeten den 1367 erwähnten Widumhof, der zur Versorgung des Pfarrers bzw. dessen Witwe diente. Seinen Ausgang nahm der Komplex vom Gebäude Gaiserstraße 1 aus.
 
Nach 1524 teilten sich fünf Inhaber den Hof, so dass die Gebäude 3 bis 11 danach entstanden. Die Urkarte der Landesvermessung von 1828 zeigt die Lage der Gebäude.

Urkarte 1828 mit der Lage der Widumhofgebäude (gelb)


Nach der Säkularisation 1806, der Verstaatlichung des Kirchenguts, gingen die Gebäude an Privatpersonen. Wegen der fehlenden Archivalien können Baujahre und Besitzwechsel vor dem 19. Jahrhundert nicht ermittelt werden.
 
Gaiserstraße 1: von um 1900 bis 1964 Sitz der Schneiderei Kälberer, danach bis 1977 ein Wäsche- und Weißzeuggeschäft, bis 1989 die Versandannahme des Otto-Versands. Die Gemeinde erwarb 1989 das Haus und nutzte es bis 1997 als Wohnhaus. Seither befindet sich das Haus wieder in Privatbesitz.

Gaiserstraße 1 und 3 im Mai 1995


Gaiserstraße 3: 1990 durch die Gemeinde erworben, die es bis 1997 als Wohnraum für Asylanten nutzte und dann abbrach. Ein privater Bauherr baute das Haus innerhalb der ursprünglichen Maße neu auf.
 
Gaiserstraße 5: die Scheune wurde 1973 in das Schuhgeschäft Eberle umgebaut, das 1993 geschlossen wurde. Zugleich mit dem Umbau erfolgte die Renovierung des Wohnhauses.

Gaiserstraße 9-11 im Jahr 1999


Gaiserstraße 9/11: in Privatbesitz, 2003 wegen Baufälligkeit abgebrochen und Neuerrichtung mit seniorengerechten Wohnungen.

Gaiserstraße 1 bis 11 im November 2017. Foto: Gabriele Mühlnickel-Heybach